So misst du die DPI deiner Maus
1. Lineal holen
Jedes Lineal oder Maßband geht. Keins da? Eine Bankkarte ist 8,56 cm breit, ein A4-Blatt 21 cm.
2. Klicken, bewegen, klicken
Wähl oben eine Strecke, klick ins Feld, schieb die Maus genau so weit an der Linealkante entlang und klick noch einmal.
3. 3–5 Mal wiederholen
Der Durchschnitt gleicht kleine Fehler aus. Gib deine DPI-Einstellung ein, um die Abweichung des Sensors zu sehen.
Was ist Maus-DPI?
DPI (Dots per Inch – genauer CPI, Counts per Inch) gibt an, wie viele Bewegungs-Counts der Maussensor pro zurückgelegtem Zoll meldet.
Bei 800 DPI schickt eine Bewegung um 1 Zoll (2,54 cm) 800 Counts an den Computer; bei 1600 DPI sind es 1600, und der Cursor wandert doppelt so weit. Der Analyzer zählt einfach, was der Sensor über eine bekannte Strecke meldet, und teilt es durch diese Strecke.
Warum weicht meine gemessene DPI von der Einstellung ab?
- Sensortoleranz. Die meisten Sensoren liegen innerhalb von ±5 % der angegebenen DPI, günstige Mäuse auch 10 % daneben. Stabile 820 bei „800 DPI“ sind normal.
- Die Bewegung war nicht gerade. Diagonal oder im Bogen gemessen kommt seitliche Bewegung dazu. Schieb die Maus an der Linealkante entlang.
- Oberfläche und Lift-off. Glänzende, gläserne oder stark abgenutzte Pads lassen den Sensor Counts verlieren. Probier ein normales Stoffpad.
- Windows-Zeigergeschwindigkeit. In Chrome, Edge und Opera liest der Test rohe Sensordaten („Roh“ unter Eingabe), Zeigergeschwindigkeit und „Zeigerbeschleunigung verbessern“ spielen also keine Rolle. In Firefox und Safari stell die Zeigergeschwindigkeit auf 6/11 und schalt „Zeigerbeschleunigung verbessern“ aus.
- Anzeigeskalierung. Ohne Roh-Eingabe skalieren manche Browser die Bewegung mit der Anzeigeskalierung (125 %, 150 %). Das Ergebnisfeld zeigt dann einen korrigierten Wert.
Welche DPI sollte ich nutzen?
| DPI | Gut für | Warum |
|---|---|---|
| 400–800 | CS2, Valorant und andere Taktik-Shooter | Die meisten Profis spielen hier mit niedriger Ingame-Sensitivity für präzises Zielen. |
| 800–1600 | Alltag, die meisten Spiele, 1080p-Bildschirme | Ein angenehmer Mittelweg aus Tempo und Kontrolle. |
| 1600–3200 | 1440p- und 4K-Bildschirme, MOBA- und MMO-Spiele | Weniger Handbewegung für große, hochauflösende Bildschirme. |
Die eine beste Zahl gibt es nicht – entscheidend ist die Gesamtsensitivität. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur besten Maus-DPI fürs Gaming.
Häufige Fragen
Ist 800 oder 1600 DPI besser?
Keins von beiden ist an sich besser. 1600 DPI mit halber Ingame-Sensitivity fühlt sich wie 800 DPI an, und bei vielen modernen Sensoren ist 1600 etwas flüssiger und reagiert minimal schneller. Viele Profis nutzen weiter 800 – nimm, was sich gut anfühlt, und bleib dabei.
Ändert die Windows-Zeigergeschwindigkeit das Ergebnis?
Nicht in Chrome, Edge oder Opera – sie geben dem Test die rohen Sensor-Counts. In Firefox und Safari schon, also stell vorher die mittlere Stufe (6/11) ein und schalt „Zeigerbeschleunigung verbessern“ aus.
Was ist eDPI?
eDPI = DPI × Ingame-Sensitivity. Damit vergleichst du deine Zielgeschwindigkeit mit anderen Spielern, auch bei anderer DPI – 800 DPI mit 0,5 und 400 DPI mit 1,0 sind beide 400 eDPI.
Meine Maus liegt immer 8 % daneben – kann ich das ändern?
Ja. Viele Maus-Apps (G HUB, Synapse, SteelSeries GG) erlauben DPI in kleinen Schritten, also wählst du den Wert, der am nächsten an deinem Ziel misst, z. B. 870 für echte 800.
Kann ich ein Touchpad oder einen Touchscreen messen?
Nein. Touchpads und Touchscreens melden keine Counts wie ein Maussensor, der Analyzer funktioniert nur mit einer Maus.